Asylrecht
Wer vor Verfolgung, Krieg oder schweren Gefahren flieht, braucht Schutz. Im Asylverfahren müssen Menschen oft über belastende Erlebnisse sprechen und zugleich komplizierte rechtliche Anforderungen erfüllen.

Wir bereiten Sie auf die Anhörung vor, unterstützen Sie bei wichtigen Nachweisen und vertreten Sie gegenüber dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und vor Gericht.
Wir bemühen uns um eine traumasensible Begleitung.
Queere Geflüchtete & besonders vulnerable Gruppen
Wir möchten queeren Geflüchteten und Menschen mit besonderem Schutzbedarf eine Beratung bieten, in der sie sich ernst genommen und respektiert fühlen. Dabei bemühen wir uns um einen sensiblen Umgang mit Diskriminierung und belastenden Erfahrungen. Dafür bilden wir uns regelmäßig weiter.

Wir setzen uns frühzeitig dafür ein, dass Ihre besonderen Schutzbedürfnisse im Asylverfahren erkannt und berücksichtigt werden. Denn diese werden von Behörden nicht immer ernst genommen oder ausreichend beachtet.
Dabei behalten wir auch Ihre Lebenssituation im Blick. Dazu gehören eine sichere Unterkunft, Schutz vor Gewalt und der Zugang zu medizinischer Versorgung. Gemeinsam mit Ihnen prüfen wir, welche rechtlichen Schritte Ihre Situation verbessern können.
Häufige Fragen
Wer kann in Deutschland Schutz bekommen?
Daneben können etwa drohende Folter oder schwere Gefahren durch einen bewaffneten Konflikt Schutz begründen. Entscheidend sind Ihre persönliche Situation und die Verhältnisse in Ihrem Herkunftsland.
Welche Schutzformen gibt es?
- Asylberechtigung: Schutz vor politischer Verfolgung nach dem Grundgesetz. Dafür gelten besondere Voraussetzungen.
- Flüchtlingsschutz: Schutz vor Verfolgung, etwa wegen der Religion, politischen Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe.
- Subsidiärer Schutz: Schutz vor einem drohenden ernsthaften Schaden, etwa Folter, Todesstrafe oder bestimmten Gefahren durch Krieg.
- Nationales Abschiebungsverbot: Schutz vor einer Abschiebung, wenn im Zielland beispielsweise eine erhebliche konkrete Gesundheitsgefahr droht.
Die Schutzformen haben unterschiedliche Folgen, etwa für den Aufenthalt und den Familiennachzug. Wir prüfen deshalb auch, ob Ihnen ein weitergehender Schutz zusteht.
Was passiert bei der Anhörung beim BAMF?
Die Anhörung ist ein zentraler Teil Ihres Verfahrens. Wichtig ist, Ihre eigenen Erlebnisse wahrheitsgemäß und möglichst genau zu schildern. Wenn Sie etwas nicht wissen oder sich nicht erinnern, dürfen Sie das sagen. Wir helfen Ihnen, den Ablauf zu verstehen und sich auf das Gespräch vorzubereiten.
Was mache ich, wenn ich die Übersetzung nicht verstehe?
Achten Sie auch bei der Rückübersetzung Ihrer Angaben auf Fehler oder fehlende Informationen. Unrichtige Angaben sollten berichtigt werden. Wenn Ihnen erst später ein Fehler auffällt, sollten Sie ihn möglichst schnell mitteilen.
Was gilt, wenn mir das Sprechen über meine Erlebnisse schwerfällt?
Teilen Sie Ihren Unterstützungsbedarf möglichst früh mit. Je nach Situation können besonders geschulte Mitarbeitende, Pausen oder eine Anhörung mit einer Person eines bestimmten Geschlechts wichtig sein. Wir besprechen mit Ihnen, welche Unterstützung Sie benötigen und wie diese beim BAMF angefragt werden kann
Brauche ich Beweise für meine Fluchtgründe?
Nicht jedes Erlebnis lässt sich mit Dokumenten belegen. Fehlende Unterlagen bedeuten deshalb nicht automatisch, dass Sie keinen Schutz erhalten können. Ihre persönliche Schilderung ist besonders wichtig. Wir besprechen mit Ihnen, welche Nachweise vorhanden sind und wie Sie erklären können, warum andere fehlen.
Kann ich wegen meiner sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität Schutz bekommen?
Sie dürfen nicht darauf verwiesen werden, Ihre sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität zu verbergen, um Verfolgung zu vermeiden. Wir unterstützen Sie dabei, Ihre persönliche Situation in einem respektvollen und vertraulichen Rahmen darzustellen.
Was kann ich tun, wenn mein Asylantrag abgelehnt wurde?
Lassen Sie den Bescheid deshalb sofort prüfen. Bewahren Sie auch den Briefumschlag auf, weil das Zustellungsdatum für die Frist wichtig sein kann. Wir prüfen die Entscheidung und besprechen mit Ihnen, welche Schritte möglich sind.
Muss meine Unterkunft meine besonderen Bedürfnisse berücksichtigen?
Je nach Situation können zum Beispiel barrierefreie Räume, geschützte Rückzugsmöglichkeiten oder sichere Sanitärbereiche erforderlich sein. Wir unterstützen Sie dabei, Ihren Bedarf zu erklären und passende Schutzmaßnahmen zu beantragen.